Theaterbühne Zingsheim begeisterte mit „Unheiliger Wallfahrt“
Unser Ensemble 2025
Sechsmal präsentierte die Theaterbühne Zingsheim die Komödie „Der Holz-Rudi“ oder „Die Unheilige Wallfahrt“ aus der Feder von Ralf Kaspari. Dabei liefen die Akteure während der Aufführungen im Dorfgemeinschaftshaus in Zingsheim zur Höchstform auf. Die zahlreich erschienenen Theaterfreunde honorierten diese hervorragende Leistung mit Lachsalven und tosendem Applaus. Nach der Begrüßung durch Stephan Schmitz blickten die Zuschauer in die gute Stube von Bürgermeister Armin Bergmüller (Christian Höwekamp) und seiner Frau Renate (Monika Krämer). Die jährliche Wallfahrt zum „Heiligen Rudolf“ im Ort steht unmittelbar bevor. Der Sage nach hat vor 387 Jahren ein gewisser Rudolf den Winter Zingsheim verbracht und in dieser Zeit eine Statue für seine Gastfamilie geschnitzt. Nach dem Winter ist er weiter gezogen und hat angeblich irgendwo einen christlichen Orden gegründet. Armin Bergmüllers Großvater hat behauptet, diese vor 387 Jahren geschnitzte Statue vor 62 Jahren gefunden zu haben. Seit dieser Zeit kommen Pilger an einem Wochenende im Jahr in den Ort und verehren die Statue als „Heiligen Rudolf“. In Wirklichkeit hat Armins Großvater die Statue selbst vor 62 Jahren geschnitzt, was hinter vorgehaltener Hand auch im Ort erzählt wird. In diesem Jahr bringt die Kulturausschussvorsitzende Inge Birkenhagen (Maria Frensen) den Professor Dr. Alois Kern (Stephan Schmitz) dazu, an der Wallfahrt teilzunehmen, um das Alter der Statue mit Hilfe einer neuen wissenschaftlichen Methode zu untersuchen. Armin Bergmüller glaubt nun, wenn das wahre Alter der Statue bekannt wird, in der Öffentlichkeit als lächerlich dazustehen und seinen Job als Bürgermeister los zu sein. Daher will er die Statue mit Hilfe seines Vaters Josef (Richard Cremer) verschwinden lassen um sie vor der Untersuchung zu schützen. Damit das auch glaubhaft gelingt wollen sie Bernd (Achim Bergrath), den Freund von Sandra Bergmüller (Fabienne Olion) in ihren Plan einbauen. Auch Inge und Prof. Dr. Alois Kern (einfach nur Professor) sind nicht untätig und wollen Armin und Josef zuvorkommen. Niemand kommt auf die Idee, dass die Schwestern Cornelia (Milana Sonnenberg) und Jennifer Becker (Caro Mahlberg) keineswegs einfache Pilgerinnen sind. Am Ende sind sie es, die als Schwestern im Kloster zur „Hl. Sigrun“ die echte 387 Jahre alte Statue des hl. Rudolf dem Wallfahrtsort des Bürgermeisters zurückgeben. Damit ist der Friede im Hause und Ort von Armin Bergmüller wieder hergestellt. Der Bürgermeister und sein Vater sind beruhigt und zufrieden, Sandra hat keinen Grund mehr zur Eifersucht gegenüber Jennifer und hat ihren Bernd nun nur für sich, und Renate Bergmüllers Sehnenscheidenentzündung ist wie durch ein Wunder geheilt. Nur Prof. Kern und seine „liebe Inge“ haben sich nicht mehr lieb. Inge ist sauer, da sich laut Prof. Kern das Alter der Statue von 387 Jahren als richtig herausgestellt hat. Am Ende der Aufführungen bedankt sich Stephan Schmitz für die Theaterbühne Zingsheim bei den vielen Helferinnen und Helfern sowie Unterstützern, besonders beim Dorfgemeinschaftsverein Zingsheim für die tolle Bewirtung und natürlich beim an jedem Tag wunderbaren Publikum. Selbst die aktuell laufende Baumpflanzchallenge hat die Theaterbühne Zingsheim angenommen und nach ihrer letzten Aufführung am Dorfgemeinschaftshaus einen Baum gepflanzt. Als Souffleuse war Christiane Bachhuber im Einsatz, für die Technik zeichnete Kevin Kurth verantwortlich, Hannah Krämer und Stefanie Rosenbaum für die Maske.
Die Akteure der Theaterbühne Zingsheim wünschen Ihnen eine gute Zeit und hoffen sie beim nächsten Mal wieder begrüßen zu dürfen, wenn es heißt: Vorhang auf und Bühne frei für die Theaterbühne Zingsheim.
„Der goldene Schlüssel“, aus der Feder von Katja und Alexander Ockenfels, hieß das Lustspiel, das die Theaterbühne Zingsheim gleich sechs Mal Ende Oktober und Anfang November 2024 im Dorfgemeinschaftshaus in Zingsheim erfolgreich aufführte. Im vollbesetzten Dorfsaal brillierten gleich zehn Schauspielerinnen und Schauspieler in ihren Rollen des lustigen und kurzweiligen Dreiakters. Zuverlässig unterstützt wurden sie dabei von Karin Gillessen als Souffleuse. Katrin Neubauer (Kim Limburger) hatte von ihrer Oma einen Dorfgasthof vererbt bekommen. Sie war das Stadtleben leid. Deshalb wollte sie die Gastwirtschaft wieder in Schwung bringen. Unterstützt wurde sie dabei von ihrer esoterisch angehauchten Mutter Inge (Monika Krämer) mit Pendel und Wünschelrute. Stammgast Horst (Christian Höwekamp) ist sichtlich begeistert, dass die Gastwirtschaft nach 4 Jahren endlich wieder geöffnet wurde. Dessen Schwester Annemarie (Isabell Zeuß-Auel) nervt ihn sowie die anderen Mitglieder des Diätclubs mit ihren Abnehmtipps. Zwei Fußballfans Stefan (Achim Bergrath) und Michael (Stephan Schmitz) stehen Katrin helfend zur Seite und bereiten eine Party vor, damit wieder Leben in die Kneipe kommt. Die örtliche Postbotin Erika (Hannah Krämer) ist wie der Teufel hinter Horst her. Ihr Werben hat erst Erfolg als sie scheinbar durch eine Zaubertür gegangen ist. Der Ortsbürgermeister Paul (Richard Cremer) hat sich in Annemarie verguckt und kann erst mit einem frischen „Bund Radieschen“ bei ihr landen. In der Rolle eines penetranten Kaufinteressenten an der Gastwirtschaft taucht Anton (Erich Schell) in mehreren Rollen, u.a. als Joe Cartwright und Antonia, immer wieder auf. Am Ende klappt es nicht mit dem Erwerb der Gastwirtschaft, dafür kann er bei seiner Jugendliebe Inge landen. Als zum Schluss Stefan mit dem „goldenen Schlüssel“ eine Milchkanne voller Geld gefunden hat und damit zum Held von Katrin wird, und auch noch ein Notar (Kevin Kurth) den Gewinn aus einer Lotterie für Katrin verkündet, kann diese ihre geerbte Gastwirtschaft „Der Goldene Schlüssel“ wieder auf Vordermann bringen. Die Theaterbühne Zingsheim bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfern und Unterstützerinnen und Unterstützern, sowie ganz besonders beim Dorfgemeinschaftsverein Zingsheim. Besonders bedankte sich Erich Schell am Ende der Aufführungen im Namen der Theaterbühne Zingsheim bei ihrem einmaligen und treuen Publikum. Er wünschte allen weiterhin Gesundheit und eine gute Zeit, bis das sich der Vorhang wieder hebt und es wieder heißt „Bühne frei für die Theaterbühne Zingsheim“.
Die Theaterbühne Zingsheim brachte die Komödie „Modenschau im Ochsenstall“ sechsmal erfolgreich auf die Bühne des Dorfgemeinschaftshauses in Zingsheim.
Paul Hartmann, gespielt von Erich Schell, und seine Frau Mathilde, Monika Krämer, leben auf ihrem heruntergewirtschafteten Bauernhof, der kurz vor der Pleite steht. Da kommt Pauls Freund Franz Stolz, Peter Minnig, auf die Idee auf dem Bauernhof eine Modenschau zu veranstalten. Für viel Verwirrung sorgen ein nicht williger Zuchtbulle und ein verschwundenes Bild, das letztlich durch Dr. Bruno Braun, Stephan Schmitz, erfolgreich für viel Geld bei einer Auktion versteigert wird. Die drei Nachbarinnen Klementine Dreist, Raffaela Cremer, Gerta Ungestüm, Ingrid Krings, und Sophia Meyer, Hannah Krämer, entpuppen sich zum Leidwesen von Paul am Ende als dessen Halbschwestern. Schier aus dem Häuschen geriet das Publikum bei der Modenschau auf dem Bauernhof im dritten Akt. Nachdem die Models einer Modelagentur ausgefallen waren, musste Ersatz gefunden werden. Paul als Pauline, Franz als Franziska und Bruno als Brunhilde überzeugten dabei in ihren Kleidern. Eine Bewertung der Models erfolgte durch die Jury, gestellt von den drei Nachbarinnen. Moderiert wurde die Modenschau vom Postboten Lothar Esser, Christian Höwekamp.
Regie führte in diesem Jahr zum zweiten Mal Claudia Kallrath. Als Soufleuse stand Karin Gillessen den Akteuren verlässlich zur Seite. Sein 25-jähriges Bühnenjubiläum feierte in diesem Jahr mit seiner Rolle als Paul Hartmann Erich Schell, der seit Frühjahr 1992 der Theaterbühne Zingsheim angehört.
Die Theaterbühne Zingsheim bedankt sich bei ihrem treuen und dankbaren Publikum. Besonderer Dank gilt den fleißigen Helferinnen und Helfern des Dorfgemeinschaftsvereins Zingsheim für die Gastfreundschaft und die tolle Bewirtung.
Die Theaterbühne wünscht allen eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit und ein gesundes und friedvolles Neues Jahr 2023.
Die Freunde und Besucher der Theaterbühne Zingsheim erlebten sechs mal die turbulente, rasante, schwarze Komödie
Chaos im Bestattungshaus
von Winnie Abel
an zwei Wochenenden, Ende Oktober und Anfang November 2019, im Dorfgemeinschaftshaus in Zingsheim.
Das Bestattungshaus Speck steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Deshalb lässt sich der chronisch pessimistische Bestatter Gerd (Erich Schell) auf ein unmoralisches Angebot ein. Er ist bereit, für den Fabrikanten Udo Kemp (Peter Minnig) eine Beerdigung zu inszenieren – nur dass dieser gar nicht tot ist.
Der Lebemann möchte auf ungewöhnliche Weise von seiner reichen und verbitterten Frau Roswitha (Melanie Koster) loskommen und dabei noch eine Menge Geld mitnehmen. Helfen soll ihm sein Speichel leckender Mitarbeiter Ludwig (Jürgen Hohn). Doch als plötzlich die Frau und die Geliebte von Udo im Bestattungshaus aufeinander treffen, Gerds lebenslustige Frau Verona (Beate Hochgürtel) den Gerichtsvollzieher (Christian Höwekamp) kurzerhand abfüllt, der unterwürfige Ludwig mit der Geliebten seines Chefs Hannah (Monika Krämer) durchbrennt und dann auch noch die lebende Leiche Udo plötzlich verschwindet, droht der unmoralische Plan vollends im Chaos zu versinken. Für weitere und ganz verwegene Verwirrung und Chaos sorgt dabei das „Gothic-Pärchen Paul (Stephan Schmitz) und Michaela (Sabrina Heinen), die in Gothickreisen auch Morgana genannt wird.
Eine rasante, schwarze Komödie mit urkomischen Charakteren, zum „totlachen“.
Die Theaterbesucher wurden in dieser lustigen Komödie in die seit Jahrzehnten andauernden Familienstreitigkeiten zweier Bauernhöfe mitgenommen. Dabei waren es die beiden Bauern die diese immer wieder entfachten. Im Hintergrund versuchten die beiden Bäuerinnen vergebens zu vermitteln und zu schlichten.
Rieke Jaedicke, Monika Krämer, Erich Schell und Jürgen Hohn
Eines Tages war Bruno verschwunden. Bruno war nicht irgendwer, Bruno war ein preisgekrönter Zuchteber und der ganze Stolz von Bauer Hans Gruber.
Der verdächtigte sofort seinen Nachbarn und Konkurrenten Josef Borg, der Untat. Obwohl die Kinder der beiden einander versprochen waren, hatten die Sturköpfe absolut nichts gemein.
Peter Minnig, Ingrid Krings und Stephan Schmitz
Die Vermittlungsversuche der genervten Ehefrauen brachten da nur wenig. Das Chaos, das durch das übereifrige Hofpersonal angerichtet wurde, diente dem herbeigerufenen Polizisten und der misstrauischen Versicherungs-Spürnase nur bedingt zur Aufklärung. Das die beiden jungen Verlobten sich alleine darin einig waren NICHT heiraten zu wollen, war da nur eine Sorge mehr auf Bauer Grubers Stirn.
Monika Krämer, Melanie Koster und Christian Höwekamp
Am Ende waren es der Knecht am Hof des Bauern Borg und der Sohn der Grubers die Zuchteber Bruno beim beglücken der Muttersauen am Borghof einfach überforderten.
Zu guter letzt endete der arme Bruno wie so viele Schweine in der Wurstpelle.
Jürgen Hohn und Beate Hochgürtel
Alle 5 Veranstaltungen am letzten Oktober- und ersten Novemberwochenende waren sehr gut besucht. Das Publikum war von den Darbietungen begeistert und spendete lang anhaltenden Applaus. Nach der letzten Aufführung am Sonntagnachmittag erhoben sich begeistert alle Besucher im ausverkauften Dorfsaal in Zingsheim.
Melanie Koster und Giada La Rosa
Zu guter letzt bedankte sich Schell beim großartigen Publikum und wünschte eine gute Heimfahrt, alles gute für die Zukunft, und auf eine Wiedersehen im kommenden Jahr am letzten Oktober- und ersten Novemberwochenende an gleicher Stelle, wenn es dann wieder heißt:
Vorhang auf und Bühne frei für die Theaterbühne Zingsheim.